Aktuelles


Die nächsten Konzerte:

Das Jahreskonzert 2021 steht unter dem Motto "Tolle Tänze".
Vorläufig sind zwei Termine zur Aufführung festgelegt:

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- Samstag, 25. September 2021
- Sonntag, 26. September 2021

(weitere Hinweise unter "Projekte/Termine")

Plakat '21 als pdf-Version (0,2 MB)

Programmgestaltung

Im Mittelpunkt unseres geplanten Programms stehen nach bewährtem Muster wie in den Vorjahren zwei Solistenkonzerte, die von  weiteren reinen Orchesterstücken umrahmt werden.

Als Einstieg bieten sich die rustikalen Renaissancetänze von Pierre Attaingnant, Basse Dance, Branle, Tourdion sowie Pavenne an, die in ihrer prägnanten Kürze und den plötzlichen Wechseln von geraden zu ungeraden Taktarten erfrischend in das Programm einführen.

In der „Suite Op. 16 für Violoncello und Kammerorchester“ kleidet Camille Saint-Saens die höfisch stilisierten barocken Tanzsätze Prélude, Sérénade, Gavotte, Romance und Tarentelle in ein romantisch geschmeidiges Gewand, wobei eine Anlehnung an die Suiten von J.S. Bach deutlich zu vernehmen ist. Während Maurice Ravel in der „Pavane pour une infant defunte” die Trauer über eine verstorbene Prinzessin in einer elegischen Pavane klangvoll zum Ausdruck bringt, sorgen die „slawischen Tänze“ von Kurt Schwaen in ihrem moderner gehaltenen Satz für eine neue Klangfarbe des differenziert gestalteten Orchesters.

Nach der Pause folgen die „alten ungarischen Gesellschaftstänze“ von György Ligeti. Sie lassen eine andere Seite des 19. Jahrhunderts wieder aufleben. Trotz einer leicht nostalgischen Einfärbung treten sie schwungvoll und einladend auf und erinnern an mehreren Stellen an eine zum Tanz aufspielende Zigeunergruppe (die Musiksprache dieses frühen Ligeti ist hier übrigens gänzlich traditionell gehalten).

Im Mittelpunkt der zweiten Hälfte stehen die bereits erwähnten Tangos von Astor Piazzolla. Der argentinische Komponist verweist mit dem Titel seines Werkes „Las cuatro estaciones Porteñas“ bewusst auf die vier Jahreszeiten von Vivaldi, und lokalisiert sie im Hafen von Buenos Aires (puerto / porteño). Inwiefern diese Tangos ebenfalls die jahreszeitlich bedingten unterschiedlichen Stimmungen des Hafens einfangen (die Jahreszeiten auf der Südhalbkugel finden ja konträr zu denen auf der der nördlichen statt) sei dahingestellt. Im Programm werden die „Primavera Porteña“ (Frühling) sowie der „Verano Porteño“ (Sommer) vorgestellt. Leonid Desyatnikov hat die ursprünglich für eine Tangobesetzung mit Bandoneón geschriebenen Stücke geschickt für Streichorchester und Solovioline, der Barockfassung von Vivaldi entsprechend, gesetzt. Mit neuen Spieltechniken versehen, mal krächzend, dann wieder klangvoll, mit Glissandi und hohen Flageoletti versehen, verlangt das Stück dem Solisten einiges ab. Besonders hervorzuheben ist die mitreißende Rhythmik. Für den Hörer überraschend wird an wenigen Stellen eine Vivaldi-Originalpassage eingeflochten (übrigens zur Jahreszeitenverschiebung passend aus Vivaldis Winter im Sommer von Piazzolla) und, als wäre nichts gewesen, im Anschluss die Tangomusik weitergesponnen.

Zum Abschluss des Programms erfolgt ein Blick auf die rituell magische Bedeutung des Tanzes mit der „Danza ritual del fuego” (Feuertanz) von Manuel de Falla aus dem Ballett „El amor brujo”. In immer wiederkehrenden Wellen  erklingt die Beschwörungsformel des Zauberers und bringt das Konzert zu einem fulminanten Abschluss.


Die Solisten

Merle Bastin, Jahrgang 2002, Teilnehmerin am Bundeswettbewerb Jugend musiziert 2019, spielt seit ihrem 5. Lebensjahr Cello. Unterrichtet wurde sie von Martin Fritz, Sabine Pfeiffer und seit einem Jahr von Reynard Rott. Sie spielt unter anderem im Landesjugendorchester und plant, nach dem Abitur Violoncello zu studieren.

Jakob Schlegel wurde 2001 in Uelzen Veerßen geboren. Mit 6 Jahren bekam er auf eigenen Wunsch Geigenunterricht bei Almut Mengel an der Musikschule Uelzen Oldenstadt. 2017 wechselte er zur Violinistin Susanne Busch in Hannover. Er musiziert in verschiedenen Ensembles, sowohl Kammermusik als auch Orchestermusik, u.a. im Kammerorchester Uelzen.



Kontakt

Kammerorchester Uelzen e.V.
Gartenstraße 14
29525 Uelzen

Telefon: 0581 - 389 28 33 (Schlegel)

E-Mail: heiko.schlegel@web.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Proben

Herzog-Ernst-Gymnasium in Raum 220

14-tägig, freitags
von 19.30 bis 21.45 Uhr
(während der Schulzeit)

Weitere Termine sind nach Absprache zusätzlich vor Konzerten, zumeist Samstag vormittags.



DruckversionDruckversion / letzte Änderung: 27.07.2021